Zuerst die Entscheidung präzisieren

Bei gewachsenen Kernsystemen hängen Funktionsumfang, Datenhaltung, Lizenzbedingungen und Änderungsrechte zusammen. Ein belastbarer Entscheidungsrahmen trennt belegte Fakten von Annahmen und zeigt, welche Folgen eine Fortführung, Stabilisierung oder Ablösung jeweils mit sich bringt.

  • Welche Funktionen werden tatsächlich genutzt?
  • Wo liegen Daten- und Ausfallrisiken?
  • Wer kontrolliert Erweiterungen und künftige Änderungen?
  • Welche Abhängigkeiten entstehen durch jede Option?

Ein Fall: Kernsystem eines E-Geld-Instituts

Die Prüfung 2021 ergab etwa 60 % nutzbare Kernsystemfunktionen, eine einzelne ungeschützte Instanz für Kunden- und Transaktionsdaten sowie Erweiterungen im Eigentum des Lizenzgebers. Die Empfehlung: stabilisieren, weitere Erweiterungen stoppen, ersetzen.

2023 migrierte das Institut unter Aufsicht 500 Mio. € Kundenvermögen auf eine zertifizierte Plattform mit ISO-27001-Zertifizierung. Jürgen Röck führte diese Implementierung später. Der dokumentierte Weg ist ein Beispiel, kein Standardrezept und keine Ergebniszusage.

Von Analyse zu einer tragfähigen Entscheidung

Der Beitrag kann als einmalige technische Zweitmeinung oder als fokussierte externe Begleitung vereinbart werden. Bewertet werden die verfügbaren Informationen in vereinbartem Umfang. Die Umsetzung bleibt beim Unternehmen und seinen beauftragten Teams.

Der nächste Schritt

Erst die Frage klären. Dann den passenden Umfang.

Ein erstes Gespräch dient dazu, Anlass, Informationsgrundlage und Grenzen einzuordnen. Wenn ein anderes Format besser passt, wird das offen gesagt.

Transformationsentscheidung besprechen